Ich hatte mich recht früh entschlossen am 1. Mai nicht in Hamburg zu sein. Nicht etwa weil ich dem politischen Geschehen ausweichen wollte. Nein, ich wollte einfach mal wieder am Meer sein. Mir war auch gar nicht klar, daß es solche Ausmaße hier nehmen würde. Natürlich sind mir die Sticker zu der Anti Nazi Demo aufgefallen. Aber das was am 1. Mai genau vor meiner Haustür geschah übertraf dann wohl alle Befürchtungen der Anwohner.
Erst als ich dann am 2.Mai die Berichte auf YouTube und in den Online Medien gesehen habe, war ich sehr glücklich über meinen Tag am Meer. Vielleicht hätten viel mehr Menschen einen ruhigen Tag am Meer verbringen sollen. Ich war schockiert über die Gewalt auf Seiten der Demonstranten und Gegendemonstranten. Wobei ich es erschreckend fand, daß der Großteil der Berichterstattung sich auf die Auseinandersetzung zwischen Polizei und Links Extremen Demonstranten bezog. Waren die Rechten so friedlich? Wieso habe ich kein Video von Rechten Demonstranten gesehen die Steine werfen?
Erst habe ich Wut in mir gespürt, doch dann merkte ich wie traurig mich die Bilder gemacht haben. Ich hatte den Eindruck viele Menschen zu sehen, die aus langer weile an dem Spektakel teilnahmen. Diese Annahme bestätigte sich auch durch Interviews von “echten” Demonstranten, die versucht haben friedlich gegen den Rechte Aufmarsch zu demonstrieren.
Die Bilder und das Ereignis, das Verhalten der Menschen bietet sich nahezu perfekt dazu an das persönliche Mitgefühl gegenüber den Mitmenschen zu trainieren. Seit langem haben mich Bilder nicht mehr in solche Wut versetzt. Zum Glück bin ich nicht der Einzige dem es so geht. Sehr schön fand ich hierzu den PODCAST von Extra Drei, den man hier als STREAM sehen kann.
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